Peter Sloterdijk in einem SZ-Interview vom 20.12.2009 über das Scheitern von Kopenhagen:
Mir scheint, im Augenblick liegen die besten Aussichten bei denen, die eine Revision unseres Modus vivendi in einem alternativen technischen Rahmen vorschlagen.
Und über das herbeigeführte Scheitern von Andrea Ypsilanti:
Nach der eklatanten Niederlage von Koch und dem großen Wahlerfolg von Frau Ypsilanti hätte (…) ein möglicherweise epochales Experiment stattfinden können. Ich trauere noch immer ein wenig über diese verpasste enorme Gelegenheit. (…) In Hessen hätte unter Ypsilanti ein energiepolitischer Versuch von weltpolitischer Relevanz abrollen können. (…)
Hermann Scheer hatte ihr ein Papier geschrieben, das darlegte, wie man ohne politischen Putsch, allein durch die Ausschöpfung der legalen Gestaltungsspielräume, eine Umstellung der Energieversorgung zu 100 Prozent auf regenerative Quellen erreichen kann – und zwar in verblüffend kurzer Zeit. Das war das eigentliche Geheimnis der Affäre Ypsilanti. Wieso wurde denn diese Frau durch eine beispiellose Antipathie-Kampagne aus der deutschen Politik eliminiert?




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