Heute ist der letzte Tag der Nuller-Jahre, die nie die Nuller-Jahre hießen, bevor man ihnen zu gedenken suchte.
Das ist genau wie mit dem Glück, das man hatte und das erst auffällt, wenn es weg ist. Ein Jahrzehnt braucht erst dann einen Namen, wenn es vorüber ist. Es gab allerdings schon früher Überlegungen, ganz zu Anfang hat mal jemand Toilettenjahre vorgeschlagen. Das hat sich nie richtig durchgesetzt. Jedenfalls nicht bei mir.
Peter Sloterdijk in einem SZ-Interview vom 20.12.2009 über das Scheitern von Kopenhagen:
Mir scheint, im Augenblick liegen die besten Aussichten bei denen, die eine Revision unseres Modus vivendi in einem alternativen technischen Rahmen vorschlagen.
Und über das herbeigeführte Scheitern von Andrea Ypsilanti:
Nach der eklatanten Niederlage von Koch und dem großen Wahlerfolg von Frau Ypsilanti hätte (…) ein [...]
Das durch Klimaveränderung bis 2050 gefährdete Kapital in Küstenstädten beziffert eine Studie des WWF und des Finanzdienstleisters Allianz SE mit 28 Billionen US$.
Ich finde es schon schrecklich genug, dass Natur zerstört wird. Warum meint solch eine Studie mit einer ökonomischen Hausnummer mehr Überzeugungskraft zu haben? The message is clear!
1962 war es noch angesagt, Gletscher zu schmelzen. Der googleschen Scanwut (und dem LIFE magazine) ist dieser Einblick zu verdanken.
[via]
Eine Einigung über konkrete Klimaziele in Kopenhagen ist nach APEC-Treffen unwahrscheinlicher geworden, berichtet der Tagesspiegel.
“Insgesamt würden die Pegel etwa sieben Meter höher liegen als sie heute sind, wenn die riesige Insel eisfrei wäre.” Spiegel-Online über das beschleunigte Schmelzen der grönländischen Eisdecke.
In Schweden wird der CO2-Ausstoß der Produktion von Lebensmitteln auf der Verpackung angezeigt. “Ganz oben auf der schwarzen Liste stehen Fleisch und – mit einigem Abstand – Milchprodukte.” Mehr bei Spiegel-Online. [via]
There are places I remember, some have gone and some remain.
100 Orte zum Erinnern (wenn sie mal verschwunden sind). [via]
Über Zehntausende Jahre war die CO2-Konzentration der Atmosphäre nie höher als 300 ppm (ppm = parts per million, 1 Teilchen von einer Million). In den vergangenen 200 Jahren stieg sie von 275 ppm auf heute 390 ppm. Eine Konzentration von über 350 ppm birgt ein nicht abzuschätzendes Risiko für unser sicheres Überleben auf der Erde, [...]
Das Umweltbundesamt legt ein Politikszenario zur Reduzierung von Treibhausgasen vor. Ein “Strukturwandelszenario” zeigt eine Strategie, mit der im Jahr 2020 in Deutschland 43% weniger Treibhausgase ausgestoßen werden als 1990. Starke Einschnitte sind dafür auch im PKW-Verkehr notwendig, etwa Tempo 120 auf allen Autobahnen und die Abschaffung der Pendlerpauschale.
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