Einfach mal raus: top Kreativtool Joggen

Joggen
Dem Gedanken hinterherlaufen – Joggingrunde

Jede/r Kreative hat so seine Geheimtipps. In meiner Sparte, dem Schreiben, gibt es viele Tricks gegen die Schreibblockade oder zur Ideenfindung. Mindmaps, Assoziationsreihen, die Einfach-Drauflosschreiben-Methode, die Schauen-was-andere-schreiben-Methode. Alles gute Methoden, die funktionieren.

Meine Geheimwaffe ist und war schon immer das Joggen. Wenn ich gedanklich verknotet oder in einer Ideenschleife bin, wenn ich einen Text schon drei Mal umgeschrieben habe und er will nicht recht gelingen, dann ist es oft die beste Mothode einmal ganz raus zu gehen. Und zwar wörtlich: Sportzeug an und raus auf die Libelingslaufrunde. Das ist zum einen sowieso immer zu empfehlen, gerade bei Menschen, die viel am Computer sitzen. Da tut Bewegung immer gut und manchmal sogar Not. Auch im übertragenen Sinn von Rausgehen, im Beleuchten einer Idee aus einem anderen Blickwinkel, ist das Joggen eine geeignete Methode.

Ich bin oftmals losgelaufen, in einer negativen Gedankenschleife gefangen oder mit Frust beladen und im Rhythmus der Schritte, gleichmäßig trabend, habe ich auch meinen inneren Rhythmus wiedergefunden. Auch das ist erwiesen: beim Joggen werden Endorphine produziert und nicht nur Eckart von Hirschhausen weiß, dass die glücklich machen.

Ich komme nach einer Joggingrunde nicht immer mit brillanten, detaillierten Formulierungsideen zurück, aber manchmal ist mir ein genialer Eröffnungssatz, auch schon mal die Idee zu einem guten Text, beim Joggen eingefallen.

Hilfreich ist es, die Methode nicht gezielt einzusetzen, sondern eher indirekt. Darauf vertrauen, dass die Gedanken fließen werden. Joggen ist ein meditativer Zustand und die Gedanken kommen, wie sie kommen. Aber es drängen sich gern die aktuell anstehenden Dinge hervor. In einem kreativen Prozess ist es oftmals genau dieser, aber entspannt, aus dem Unterbewußten.

Die Methode wirkt aus meiner Erfahrung noch besser, wenn ich folgende Dinge beachte:

ich wähle ein gemäßigtes Tempo
ich wähle eine abwechslungsreiche Strecke mit unterschiedlichen Sichtachsen,
Variation zwischen offenem Gelände und eingeschränkter Sicht
ich gehe alleine
möglichst auch eine Strecke, die von anderen Joggern oder Spaziergängern wenig frequentiert wird
ich verzichte dabei auf Musik

Probier es aus, ich bin sicher, es funktioniert auch für Dich. Bei Jogginganfängern dauert es möglichweise eine Weile. Denn das Joggen selbst sollte schon zur Routine geworden sein und nicht allzuviel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

 

Foto: – CC0 Public Domain 

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